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Transportwagen

Transportwagen bewegen Material zwischen Lager, Produktion, Werkstatt und Betrieb, ohne Stapler und ohne Fahrausweis. Im Shop finden Sie Plattform-, Tisch-, Etagen- und Schiebebügelwagen für den innerbetrieblichen Transport sowie Spezialwagen für Reifen, Druckgasflaschen, Akten und Paletten. Die Traglasten reichen von 150 kg beim leichten Klappwagen bis 1.200 kg beim Palettenfahrgestell. Über die Auswahl entscheiden vier Werte: Traglast, Ladefläche, Anzahl der Ebenen und die Bereifung.

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Was Sie vor dem Kauf eines Transportwagens wissen sollten

Welche Transportwagen gibt es?
Den passenden Transportwagen auswählen
Räder und Rollen auf den Boden abstimmen
Traglast, Prüfung und sicheres Schieben
Wenn kein Standardmodell passt

Welche Transportwagen gibt es?

Transportwagen unterscheiden sich vor allem durch die Form der Ladefläche und die Art der Ladungssicherung. Diese Bauarten führen wir:

Plattformwagen haben eine durchgehende, offene Ladefläche und eine niedrige Ladehöhe. Sie eignen sich für sperrige Einzelstücke, Kisten und Maschinenteile, die von der Seite aufgeschoben werden. Varianten gibt es mit und ohne Schiebebügel.

Schiebebügelwagen sind Plattformwagen mit Bügel oder Drahtgitterwänden an bis zu drei Seiten. Die Wände verhindern, dass Kleinteile beim Anfahren und Bremsen herunterfallen.

Tischwagen und Etagenwagen haben zwei bis vier Ladeflächen übereinander. Sie dienen der Kommissionierung und dem Transport mehrerer getrennter Positionen, lassen sich aber auch als mobile Ablage am Arbeitsplatz einsetzen.

Klappwagen lassen sich platzsparend zusammenlegen und sind für wechselnde Einsatzorte und kleinere Lasten bis 250 kg gedacht.

Palettenwagen, auch Palettenfahrgestell genannt, nehmen eine Europalette im Format 1.200 x 800 mm auf. Stapelecken und Befestigungsösen sichern die Palette beim Verfahren. Ein Palettenwagen hebt nicht, er trägt. Wenn Sie Paletten vom Boden aufnehmen wollen, brauchen Sie einen Handhubwagen aus dem Bereich Hubgeräte.

Langmaterialwagen transportieren Rohre, Profile, Holz- und Stahlplatten, die über die Ladefläche hinausragen.

Aktenwagen haben geneigte Lochblechböden, auf denen Ordner nicht verrutschen. Je nach Ausführung fassen sie 30 oder 45 Ordner mit 80 mm Rückenbreite.

Reifenwagen sind fahrbare Reifenregale für Werkstatt und Reifenlager. Sie nehmen je nach Modell 4 bis 21 Räder auf und ersetzen in Zwischengängen ein stationäres Regal.

Flaschenwagen für Sauerstoff- und Atemschutzflaschen haben Lochausschnitte in den Ladeebenen, die jede Flasche einzeln fixieren. Modelle mit Totmannbremse rollen nur bei aktiv gedrücktem Bügel und stoppen beim Loslassen.

Die Plattform-, Tisch-, Etagen- und Palettenwagen stammen aus dem Programm von VARIOfit, die Reifenwagen aus dem Regalsystem GENIUS. Welcher Hersteller hinter einem Modell steht, finden Sie in den Artikeldaten.

Den passenden Transportwagen auswählen

Sechs Parameter entscheiden, ob ein Wagen im Betrieb funktioniert:

Traglast. Alle Angaben gelten für gleichmäßig verteilte Last. Punktlasten, zum Beispiel ein schwerer Motorblock auf kleiner Aufstandsfläche, reduzieren die zulässige Belastung. Planen Sie Reserve ein, wenn sich das Transportgut ändern kann.

Ladefläche und Ladehöhe. Die Ladefläche muss das größte regelmäßig transportierte Teil aufnehmen, nicht das durchschnittliche. Eine niedrige Ladehöhe erleichtert das Aufladen schwerer Güter, eine höhere Ladefläche ab 900 mm arbeitet rückenschonender beim Kommissionieren.

Material der Ladefläche. Holzwerkstoffplatten mit Buchendekor sind leise, kratzunempfindlich und der Standard bei Tisch- und Plattformwagen. Stahl- und Lochblechböden lassen sich feucht reinigen und vertragen scharfkantiges oder öliges Ladegut. Sperrholz mit rutschhemmender Siebdruckoberfläche kommt dort zum Einsatz, wo das Ladegut beim Anfahren nicht verrutschen darf, zum Beispiel bei Flaschenwagen. Das Material steht in den Artikeldaten des jeweiligen Modells.

Ebenen und lichte Höhe. Bei Etagenwagen zählt nicht die Zahl der Böden, sondern der freie Abstand dazwischen. Typisch sind 275 bis 280 mm. Prüfen Sie, ob Ihre Behälter oder Kartons darunter passen.

Ladungssicherung. Offene Plattform, Bordleiste, Drahtgitterwand oder Befestigungsöse: Je unruhiger die Fahrstrecke und je kleiner das Ladegut, desto mehr Sicherung ist nötig. Bei Kurven und Rampen reicht Reibung allein nicht aus. 

Maße im Betrieb. Messen Sie Gangbreiten, Türen, Aufzugskabinen und Rampen, bevor Sie bestellen. Ein Wagen, der 50 mm zu breit ist, blockiert dauerhaft einen Arbeitsablauf.

Räder und Rollen auf den Boden abstimmen

Die Bereifung ist das Bauteil, das am häufigsten falsch gewählt wird. Sie bestimmt, wie viel Kraft zum Anfahren nötig ist, wie laut der Wagen läuft und ob er Spuren auf dem Boden hinterlässt.

Raddurchmesser. Je größer das Rad, desto geringer der Rollwiderstand und desto leichter überwindet der Wagen Fugen, Schwellen und Rampen. In unserem Sortiment sind 160 mm und 200 mm üblich. Auf glattem Hallenboden reichen 160 mm, auf Pflaster, Gitterrosten oder im Außenbereich sind 200 mm die bessere Wahl.

Radwerkstoff. Harte Werkstoffe wie Polypropylen und Polyamid rollen auf ebenem Industrieboden am leichtesten und tragen hohe Lasten, übertragen aber Stöße und sind laut. Thermoplastisches Gummi läuft leise, kreidet nicht und hinterlässt keine Streifen auf hellen Böden. Elastikvollgummi auf Aluminiumdruckgussfelge dämpft Stöße, eignet sich für hohe Lasten und empfindliches Transportgut und ist die richtige Wahl bei schlechten Bodenverhältnissen.

Lenk- und Bockrollen. Die Standardbestückung aus zwei Lenk- und zwei Bockrollen hält den Wagen auf langen Strecken in der Spur. Vier Lenkrollen machen ihn wendiger, aber auf Gefälle schwerer kontrollierbar.

Bremsen. Einzelfeststeller genügen für kurze Standzeiten. Eine zentrale Fußbremse bremst beide Lenkrollen in einem Tritt und ist sinnvoll, wenn der Wagen oft be- und entladen wird. Eine Totmannbremse, die den Wagen beim Loslassen des Bügels sofort stoppt, gehört auf Rampen, Gefälle und in sicherheitskritische Bereiche.

Einsatz im Freien. Für Hofflächen, Rampen und unebenen Untergrund kombinieren Sie 200 mm Raddurchmesser mit Elastikvollgummi und achten auf eine pulverbeschichtete oder verzinkte Stahlkonstruktion. Bei Gefälle gehört eine zentrale Feststellbremse dazu.

Traglast, Prüfung und sicheres Schieben

Transportwagen sind Arbeitsmittel. Damit gilt die Betriebssicherheitsverordnung. Nach § 3 BetrSichV legt der Arbeitgeber in der Gefährdungsbeurteilung fest, ob, wie und in welchen Abständen geprüft wird. Nach § 14 BetrSichV führt eine befähigte Person die Prüfung durch. Die Anforderungen an diese Person regelt die TRBS 1203, Art und Umfang der Prüfung die TRBS 1201. Eine gesetzlich fixierte Jahresfrist wie bei kraftbetriebenen Flurförderzeugen gibt es für handbetriebene Transportwagen nicht.

Worauf eine Prüfung schaut: Zustand und Leichtgängigkeit der Rollen, feste Verschraubung und Lagerung der Achsen, Risse an Schweißnähten und Rahmen, Funktion der Bremse, Verformung der Ladeflächen, Lesbarkeit der Traglastkennzeichnung.

Ziehen und Schieben gehören in die Gefährdungsbeurteilung. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin stellt dafür die Leitmerkmalmethode Ziehen und Schieben bereit. Sie bewertet Lastgewicht, Wegstrecke, Bodenbeschaffenheit, Rollen und Körperhaltung gemeinsam. Praktisch heißt das: Größere Räder, gepflegte Böden und kugelgelagerte Rollen senken den Kraftaufwand mehr als jede Schulung.

Normbezug. Für mitgängerbetriebene Plattformwagen gilt DIN EN 1757:2022-08 "Sicherheit von Flurförderzeugen, Mitgängerbetriebene Plattformwagen". Sie hat DIN EN 1757-3:2003-07 ersetzt.

Wenn kein Standardmodell passt

Nicht jede Transportaufgabe lässt sich mit einem Katalogmodell lösen. Eine Ladefläche, die 80 mm zu breit für den Aufzug ist. Eine Sonderbereifung für einen beschichteten Hallenboden. Eine zusätzliche Ebene oder eine abweichende Bordhöhe. Für einen Teil unseres Sortiments sind solche Ausführungen über den Hersteller machbar.

Das läuft nicht über den Warenkorb, sondern über eine Anfrage. Machbarkeit, Stückzahl, Preis und Lieferzeit klären wir vorab, bevor Sie sich festlegen. Auch Staffelmengen stimmen wir individuell ab. Für eine belastbare Rückmeldung brauchen wir drei Angaben: das benötigte Außen- oder Ladeflächenmaß, die erforderliche Traglast und die Stückzahl. Je nach Vorhaben kommen Bereifung, Bodenbelag und Art der Ladungssicherung dazu.

Sonderausführung anfragen: 0800 58 94 81 0 oder shop@lagertechnik.de

Häufige Fragen zu Transportwagen

Die Tragfähigkeit reicht im Sortiment von 150 kg bei leichten Klappwagen bis 1.200 kg bei Palettenfahrgestellen. Gängige Plattform-, Tisch- und Schiebebügelwagen liegen bei 500 kg Gesamttraglast, bei Etagenwagen zusätzlich begrenzt durch die Belastbarkeit des einzelnen Bodens von meist 200 kg. Alle Werte gelten für gleichmäßig verteilte Last.
Ein Plattformwagen hat eine einzige, offene Ladefläche mit niedriger Ladehöhe und ist für sperrige oder schwere Einzelstücke gedacht. Ein Tischwagen besitzt zwei bis vier Ebenen übereinander und eignet sich, wenn mehrere Positionen getrennt transportiert oder kommissioniert werden sollen. Die Gesamttraglast ist bei beiden Bauarten vergleichbar, der Platz pro Ebene unterscheidet sich deutlich.
Auf ebenem, glattem Hallenboden rollen harte Werkstoffe wie Polypropylen und Polyamid am leichtesten. Auf Fliesen, Fugen, Pflaster oder im Außenbereich ist Elastikvollgummi die bessere Wahl, weil es Stöße dämpft und den Untergrund schont. Thermoplastisches Gummi läuft leise und hinterlässt keine Streifen, was in Büro-, Labor- und Verkaufsbereichen zählt.
Handbetriebene Transportgeräte gelten als Arbeitsmittel nach der Betriebssicherheitsverordnung und unterliegen damit einer Prüfpflicht. Der Arbeitgeber legt Prüfumfang und Fristen in der Gefährdungsbeurteilung fest und berücksichtigt dabei Einsatzhäufigkeit, Einsatzort und Herstellerangaben. Die Prüfung übernimmt eine befähigte Person im Sinne der TRBS 1203.
Ein Palettenwagen ist ein Fahrgestell, auf das eine Europalette aufgesetzt und dann verfahren wird. Ein Handhubwagen fährt mit Gabeln unter die Palette, hebt sie hydraulisch an und kann sie eigenständig vom Boden aufnehmen. Wer Paletten aus dem Lkw oder vom Hallenboden holen will, braucht einen Handhubwagen aus unserem Bereich Hubgeräte.
Für einen Teil des Sortiments sind abweichende Ausführungen über den Hersteller möglich, zum Beispiel beim Ladeflächenmaß, bei der Bereifung oder bei der Ausstattung. Solche Varianten laufen nicht über den Warenkorb, sondern über eine Anfrage, weil Machbarkeit, Stückzahl, Preis und Lieferzeit im Einzelfall geklärt werden. Nennen Sie uns dafür Wunschmaß, erforderliche Traglast und Stückzahl unter 0800 58 94 81 0 oder shop@lagertechnik.de.
Geschweißte Modelle wie Plattform-, Tisch- und Palettenwagen werden fertig montiert angeliefert. Reifenwagen, Aktenwagen und vergleichbare Systemwagen kommen zerlegt mit Aufbauanleitung, der Aufbau erfolgt mit üblichem Handwerkzeug. Die Lieferzeit liegt je nach Modell zwischen 5 bis 8 Arbeitstagen und 3 bis 4 Wochen.