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Transportkarren

Transportkarren bewegen schwere und sperrige Lasten ohne Stapler und ohne Fahrausweis. Sie sind wendig, brauchen kaum Stellfläche und eignen sich für vielfältige Anforderungen in Lager, Werkstatt, Handwerk, Handel und Gastronomie. Im Shop finden Sie Sackkarren, Fasskarren, Gasflaschenkarren, Reifenkarren und Plattenkarren mit Traglasten von 100 bis 250 kg, wahlweise mit Luft- oder Vollgummibereifung.

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Transportkarren im Lagertechnik.de Onlineshop kaufen

Was Sie vor dem Kauf einer Transportkarre wissen sollten

Welche Transportkarren gibt es?
Luftbereifung oder Vollgummi
Die passende Karre auswählen
Gasflaschen und Fässer sicher transportieren
Traglast, Prüfung und sicheres Schieben
Wenn kein Standardmodell passt

Welche Transportkarren gibt es?

Alle Karren in diesem Sortiment sind geschweißte Stahlkonstruktionen, pulverbeschichtet in RAL 5010 enzianblau und auf den täglichen Betrieb ausgelegt. Eingesetzt werden sie in Lager und Versand, in Werkstatt und Produktion, im Handwerk und auf der Baustelle, im Getränkehandel, in Gastronomie und Großküche sowie in Gebäudeservice, Hausmeisterei und bei Kommunen. Transportkarren sind Spezialisten. Anders als beim Transportwagen entscheidet nicht die Ladefläche, sondern die Aufnahme am unteren Ende: Schaufel, Fassgreifer, Flaschenhalterung oder Klemmsystem. Was keine Karre leistet, ist der Transport kompletter Paletten. Dafür brauchen Sie einen Handhubwagen.

Sackkarren, auch Stahlrohrkarren genannt, haben eine Transportschaufel und sind der Allrounder für Kartons, Säcke, Kisten und Getränkekästen. Die Schaufelgröße entscheidet: 320 x 250 mm für Standardgebinde, 480 x 300 mm für großvolumige Pakete. Traglast bis 250 kg.

Fasskarren tragen einen Fassrandgreifer, der ein 200-Liter-Stahlfass am Rand fasst. Varianten ohne Stützrad kippen das Fass zum Fahren, Modelle mit einem oder zwei Stützrädern halten es in der Balance und entlasten die Arme spürbar. Traglast 250 kg. 

Für die anschließende Lagerung brauchen Fässer mit entzündbarem oder wassergefährdendem Inhalt eine Auffangwanne, passende Fassregale finden Sie bei den Gefahrstoffregalen.

Gasflaschen- und Stahlflaschenkarren haben eine dreiseitig umrandete Schaufel und eine Kettensicherung, die jede Flasche einzeln festlegt. Je nach Modell für eine Flasche mit 40 bis 50 Liter oder zwei Flaschen mit je 20 Liter. Traglast 100 kg.

Reifenkarren nehmen komplette Reifenstapel mit einem Hebelsystem über Gasdruckfedern auf, für Radgrößen von 540 bis 820 mm Durchmesser. Die Variante mit vierstufigem Teleskopauszug erreicht 1.905 mm Höhe und transportiert zwei Reifensätze auf einmal. Traglast 200 kg. Im Autohaus ergänzt sie die stationären Reifenregale: Die Karre bringt den Radsatz vom Regal zum Montageplatz und zurück.

Plattenkarren haben eine zum Stützbügel hin abfallende Stahlblech-Plattform und transportieren Holz- und Kunststoffplatten längs statt quer, was in engen Gängen den Unterschied macht. Traglast 250 kg.

Die Karren stammen aus dem Programm von VARIOfit. Welcher Hersteller hinter einem Modell steht, finden Sie in den Artikeldaten.

Luftbereifung oder Vollgummi

Fast jede Karre in diesem Sortiment gibt es in beiden Ausführungen, zum selben Preis. Die Wahl richtet sich nach dem Untergrund, nicht nach dem Budget.

Luftbereifung auf Stahlfelge, 260 x 85 mm. Der Luftpolster federt Stöße ab, die breitere Aufstandsfläche sinkt auf weichem Boden weniger ein, und auf Kopfsteinpflaster, Schotter, Rasengittern und über Bordsteine rollt die Karre erkennbar leichter. Die luftbereiften Modelle sind zudem rund 1,5 bis 2 kg leichter. Der Preis dafür: Der Reifen kann Luft verlieren oder einen Durchschlag bekommen, und der Luftdruck muss kontrolliert werden.

Vollgummibereifung auf Spezial-Kunststofffelge, 260 x 65 mm. Pannensicher, wartungsfrei und unempfindlich gegen Nägel, Späne und Scherben. Dafür überträgt sie Stöße stärker auf Last und Hände und rollt auf unebenem Grund schwerer.

Die Faustregel: Überwiegend Halle, Lager und ebener Hof, dazu Scherben- oder Späne-Risiko, dann Vollgummi. Regelmäßig Außengelände, Baustelle, Bordsteine oder Treppenkanten, dann Luft. Wer beides fährt, entscheidet nach dem schlechtesten Untergrund, nicht nach dem häufigsten.

Die Stützräder an Fass- und Reifenkarren bestehen unabhängig davon aus thermoplastischem Gummi. Sie kreiden nicht, hinterlassen also keine Streifen auf hellen Böden, und ein integrierter Fadenschutz verhindert, dass sich Schnüre und Umreifungsbänder in der Achse aufwickeln.

Die passende Karre auswählen

Neben Bauart und Bereifung entscheiden vier Werte:

Traglast. Die Angaben gelten für gleichmäßig verteilte Last auf der Schaufel. Ein Gebinde, das nur auf der vorderen Schaufelkante aufliegt, belastet die Konstruktion stärker als der Nennwert vermuten lässt. Planen Sie Reserve ein.

Schaufelmaß. Der am häufigsten unterschätzte Wert. Messen Sie Ihr typisches Transportgut an der Unterkante, nicht in der Mitte. Zwischen 320 x 250 mm und 480 x 300 mm liegt der Unterschied zwischen "passt knapp" und "steht sicher".

Eigengewicht. Zwischen 9,5 und 29,5 kg. Wer die Karre mehrmals täglich über eine Rampe oder in einen Transporter hebt, merkt jedes Kilo. Die leichte Stahlflaschenkarre wiegt 9,5 kg, die Reifenkarre mit Teleskopauszug 29,5 kg.

Stützräder und Griffe. Stützräder nehmen das Kippmoment aus den Armen und sind bei Fass- und Reifenkarren der eigentliche Komfortgewinn. PVC-Sicherheitshandgriffe verhindern Abrutschen bei feuchten oder öligen Händen.

Gasflaschen und Fässer sicher transportieren

Der Transport von Druckgasflaschen ist arbeitsschutzrechtlich geregelt, und das nicht erst auf der Straße. Schon das Bewegen einer einzelnen Flasche vom Lager zum Schweißplatz unterliegt Vorgaben zu drei Punkten: Sicherung gegen Umfallen, Ventilschutz und Transportlage.

Nach DGUV Information 209-011 müssen Druckgasflaschen beim Transport immer gegen Umfallen gesichert sein. Bewährt haben sich Ketten, Schellen sowie feststehende oder fahrbare Gestelle. Der Transport muss außerdem mit aufgesetzter Ventilschutzeinrichtung erfolgen: Druckregler abbauen, Ventil dicht schließen, gegebenenfalls Ventilschutzmutter aufschrauben und Ventilschutzkappe oder Schutzkorb aufsetzen. Flaschen sollen während Transport und Entnahme möglichst stehen, Flüssiggasflaschen immer. Werfen oder Rollen ist unzulässig. Für den innerbetrieblichen Transport verweist die DGUV ergänzend auf TRBS 3145 und TRGS 745.

Genau dafür haben unsere Gasflaschen- und Stahlflaschenkarren eine Kettensicherung auf definierter Höhe und eine dreiseitig umrandete Schaufel, die die Flasche am Fuß führt.

Bei 200-Liter-Fässern ist nicht das Gewicht das Problem, sondern der hochliegende Schwerpunkt im gefüllten Zustand. Der Fassrandgreifer muss am Rand vollständig einhaken, bevor gekippt wird, und bei Gefahrstoffen gehört die Standsicherheit in die Gefährdungsbeurteilung.

Für die Zeit zwischen den Einsätzen führen wir Gasflaschen-Depots sowie Wandhalterungen mit integrierter Kettensicherung.

Traglast, Prüfung und sicheres Schieben

Transportkarren sind Arbeitsmittel. Damit gilt die Betriebssicherheitsverordnung. Nach § 3 BetrSichV legt der Arbeitgeber in der Gefährdungsbeurteilung fest, ob, wie und in welchen Abständen geprüft wird. Nach § 14 BetrSichV führt eine befähigte Person die Prüfung durch. Die Anforderungen an diese Person regelt die TRBS 1203, Art und Umfang der Prüfung die TRBS 1201.

Worauf eine Prüfung schaut: Risse an Schweißnähten, Rahmen und Schaufelaufnahme, Verformung der Schaufel, Zustand von Reifen, Achse und Lagern, bei Luftbereifung zusätzlich der Fülldruck, Vollständigkeit und Funktion von Kettensicherung und Fassgreifer, fester Sitz der Handgriffe, Lesbarkeit der Traglastkennzeichnung.

Normbezug. Anders als für Plattform- und Etagenwagen gibt es für die zweirädrige Karre keine eigene aktuelle Produktnorm dieser Reihe. DIN EN 1757:2022-08 erfasst ausdrücklich nur mitgängerbetriebene Plattformwagen mit mindestens drei Rädern auf mindestens zwei Achsen und einer nicht hebbaren Ladeplattform. Eine Sack- oder Fasskarre fällt damit nicht darunter. DIN EN 1757-2 betraf Handhubwagen, nicht Sackkarren, und ist zurückgezogen, ersetzt durch DIN EN ISO 3691-5. Maßgeblich bleiben deshalb die Betriebssicherheitsverordnung, die Herstellerangaben und, bei den TÜV-geprüften Modellen, das jeweilige Prüfzeichen.

Ziehen und Schieben gehören in die Gefährdungsbeurteilung. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin stellt dafür die Leitmerkmalmethode Ziehen und Schieben bereit. Bei der Karre zählt zusätzlich das Kippmoment beim Anheben: Stützräder, die richtige Bereifung und ein gepflegter Boden senken die Belastung mehr als jede Schulung.

Wenn kein Standardmodell passt

Nicht jede Transportaufgabe lässt sich mit einem Katalogmodell lösen. Eine Schaufel, die 60 mm breiter sein müsste. Eine Flaschenhalterung für ein Sondergebinde. Eine Lackierung im Hausfarbton für den Fuhrpark. Für die Transportgeräte von VARIOfit sind solche Ausführungen machbar:

  • Sondermaße für Schaufel, Höhe und Rahmen
  • Individuelle RAL-Farben statt der Standardlackierung in RAL 5010 enzianblau
  • Komplette Neukonstruktion für einen kundenspezifischen Einsatzzweck
  • Schon ab 1 Stück, eine Mindestabnahme gibt es nicht

Das läuft nicht über den Warenkorb, sondern über eine Anfrage. Machbarkeit, Preis und Lieferzeit hängen vom Umfang ab und klären wir vorab, bevor Sie sich festlegen. Auch Staffelmengen stimmen wir individuell ab. Für eine belastbare Rückmeldung brauchen wir drei Angaben: das Transportgut mit Maßen und Gewicht, die erforderliche Traglast und die Stückzahl. 

Sonderausführung anfragen: 0800 58 94 81 0 oder shop@lagertechnik.de

Häufige Fragen zu Transportkarren

Transportkarre ist der Oberbegriff für alle zweirädrigen Karren, die Lasten durch Kippen bewegen. Die Sackkarre ist die bekannteste Bauart davon und hat eine flache Transportschaufel für Kartons, Säcke und Kisten. Daneben gibt es Fasskarren mit Randgreifer, Flaschenkarren mit Kettensicherung, Reifenkarren mit Klemmsystem und Plattenkarren für Holz- und Kunststoffplatten.
Die Antwort hängt allein vom Untergrund ab, der Preis ist bei beiden Ausführungen gleich. Luftreifen federn Stöße ab und rollen auf Kopfsteinpflaster, Schotter und über Bordsteine deutlich leichter, können aber Luft verlieren. Vollgummireifen sind pannensicher und wartungsfrei, übertragen dafür jede Unebenheit auf Last und Hände. Bei gemischtem Einsatz entscheidet der schlechteste Untergrund, nicht der häufigste.
Die Tragfähigkeit liegt im Sortiment zwischen 100 kg bei Gasflaschen- und Stahlflaschenkarren und 250 kg bei Sack-, Fass- und Plattenkarren. Reifenkarren sind auf 200 kg ausgelegt. Alle Angaben gelten für gleichmäßig verteilte Last auf der Schaufel, einseitig aufliegendes Gebinde belastet die Konstruktion stärker.
Druckgasflaschen müssen beim Transport gegen Umfallen gesichert werden, zum Beispiel durch Ketten, Schellen oder ein fahrbares Gestell, und die Ventilschutzeinrichtung muss aufgesetzt sein. Der Druckregler wird vorher abgebaut und das Ventil dicht geschlossen. Die Flaschen sollen stehend transportiert werden, Flüssiggasflaschen ausnahmslos. Grundlage sind die DGUV Information 209-011 sowie TRBS 3145 und TRGS 745.
Stützräder nehmen das Kippmoment aus den Armen, sobald die Last angehoben ist, und halten Fass oder Reifenstapel in der Balance. Das lohnt sich vor allem bei 200-Liter-Fässern mit hochliegendem Schwerpunkt und bei kompletten Reifensätzen. Bei leichten Kartons und kurzen Wegen bringt die Ausführung ohne Stützrad dagegen mehr Wendigkeit.
Handbetriebene Transportgeräte gelten als Arbeitsmittel nach der Betriebssicherheitsverordnung und unterliegen damit einer Prüfpflicht. Der Arbeitgeber legt Prüfumfang und Fristen in der Gefährdungsbeurteilung fest und berücksichtigt dabei Einsatzhäufigkeit, Einsatzort und Herstellerangaben. Geprüft werden unter anderem Schweißnähte, Schaufel, Reifen, Achse und Kettensicherung, bei Luftbereifung zusätzlich der Fülldruck.
Für die Transportgeräte von VARIOfit sind Sondermaße, individuelle RAL-Farben und sogar komplette Neukonstruktionen für kundenspezifische Einsatzzwecke möglich, und zwar schon ab 1 Stück. Solche Varianten laufen nicht über den Warenkorb, sondern über eine Anfrage, weil Machbarkeit, Preis und Lieferzeit vom Umfang abhängen. Nennen Sie uns dafür Transportgut, erforderliche Traglast und Stückzahl unter 0800 58 94 81 0 oder shop@lagertechnik.de.